Neue Technologien, robuste Netzwerke und internationale Partnerschaften: Chief Innovation Officer Dr. Lena Hartmann erklärt, wie sich die Max Muster GmbH im globalen Wettbewerb behaupten will – und warum Fortschritt nicht im Innovationslabor, sondern im Arbeitsalltag entschieden wird.
Auf dem Tisch liegt ein unscheinbares Stück Kunststoff. Es ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und soll künftig Temperatur, Erschütterungen und Standort einer Lieferung erfassen. Dr. Lena Hartmann dreht den Sensor zwischen den Fingern.
Für die Chief Innovation Officer der Max Muster GmbH ist er mehr als ein technisches Bauteil. Er steht für eine Frage, die gerade die gesamte Logistikbranche beschäftigt: Wie bleibt ein mittelständisch geprägtes Unternehmen international wettbewerbsfähig, wenn Lieferketten komplexer, Technologien schneller und Krisen alltäglicher werden?
Frau Hartmann, die internationale Logistik wird von großen Konzernen geprägt. Kann ein Unternehmen wie Max Muster da mithalten?
Wenn wir versuchen würden, die größten Wettbewerber einfach zu kopieren, vermutlich nicht. Wir verfügen weder über unbegrenztes Kapital noch über Niederlassungen in jedem Land der Welt. Das müssen wir aber auch nicht.
Unsere Stärke liegt darin, dass wir näher an vielen Kunden, Mitarbeitenden und operativen Abläufen sind. Wir können Entscheidungen schneller umsetzen und Lösungen präziser anpassen. Im internationalen Wettbewerb gewinnt nicht automatisch das größte Netzwerk. Entscheidend ist, wie zuverlässig, transparent und anpassungsfähig es arbeitet.
„Wir wollen nicht überall selbst die Größten sein. Aber überall, wo wir tätig sind, müssen wir verlässlich anschlussfähig sein.“
Dr. Lena Hartmann
Was bedeutet „anschlussfähig“ konkret?
Es beginnt mit gemeinsamen Standards. Ein Kunde muss den Status seiner Lieferung unabhängig davon verstehen können, ob sie gerade in Hamburg, Rotterdam oder Warschau bearbeitet wird. Unsere Systeme müssen dieselben Informationen austauschen. Auch Sicherheitsanforderungen und Qualitätskontrollen brauchen eine gemeinsame Grundlage.
Der zweite Punkt sind Partnerschaften. Wir werden nicht in jedem Land eigene Strukturen aufbauen. Stattdessen arbeiten wir mit ausgewählten Unternehmen zusammen, die unsere Anforderungen teilen. Das klingt weniger spektakulär als eine große Übernahme. In der täglichen Praxis kann eine verlässliche Partnerschaft aber viel wertvoller sein.
Welche Rolle spielt Technologie in dieser Strategie?
Eine sehr wichtige – aber nicht die einzige. Wir schauen uns genau an, wo Technologie einen konkreten Engpass lösen kann. Das kann künstliche Intelligenz in der Disposition sein. Es kann ein Sensor sein, der empfindliche Waren überwacht. Manchmal ist es aber auch nur eine bessere mobile Anwendung, durch die ein Fahrer eine Abweichung schneller melden kann.
Innovation beginnt selten mit einer großen Idee auf einer Bühne. Häufig beginnt sie mit einem Satz wie: „Warum machen wir das eigentlich noch so umständlich?“
Vom Problem zur Lösung




Wie finden Sie heraus, welche Ideen wirklich gebraucht werden?
Unsere Innovationsteams verbringen viel Zeit in den Niederlassungen. Sie sitzen neben Disponentinnen, gehen mit durch die Lagerhallen und begleiten Fahrer auf Touren. Dort sieht man sehr schnell, ob ein Konzept ein echtes Problem löst oder nur in einer Präsentation gut aussieht.
Wir testen neue Lösungen zunächst in einem überschaubaren Bereich. Wenn sie dort nachweislich funktionieren, übertragen wir sie auf weitere Standorte. Dabei prüfen wir nicht nur, ob die Technik läuft. Wir fragen auch: Wird die Arbeit dadurch tatsächlich besser? Ist die Lösung verständlich? Spart sie Zeit? Verhindert sie Fehler?
Wie lässt sich dieses Erfahrungswissen international nutzen?
Indem wir es sichtbar machen. In vielen Unternehmen steckt entscheidendes Wissen in den Köpfen einzelner Menschen. Wenn jemand den Standort wechselt oder in den Ruhestand geht, verschwindet ein Teil davon.
Wir entwickeln deshalb gemeinsame Lernformate, digitale Prozessbibliotheken und standortübergreifende Teams. Eine gute Lösung aus Bremen soll nicht in Bremen bleiben, nur weil niemand in Prag davon weiß.
Funktioniert das über Länder- und Sprachgrenzen hinweg?
Nicht automatisch. Ein übersetztes Handbuch schafft noch keine gemeinsame Arbeitsweise. Menschen müssen miteinander arbeiten, Fragen stellen und die Bedingungen an anderen Standorten verstehen.
Deshalb schicken wir Teams zeitweise an andere Niederlassungen. Eine Schichtleiterin aus Deutschland verbringt einige Wochen in Polen, ein IT-Spezialist aus den Niederlanden arbeitet mit Kolleginnen in Italien. Solche Begegnungen verändern mehr als eine Videokonferenz. Plötzlich hat ein Name im System ein Gesicht.
“Ein Standard hilft uns nur, wenn er unter realen Bedingungen funktioniert. Deshalb testen wir neue Abläufe immer zuerst.”
Marta, Prozessmanagerin in Warschau


“Die Software zeigt mir Möglichkeiten. Meine Aufgabe ist es, die Folgen einer Entscheidung zu verstehen.”
Jonas, Disponent in Hamburg
“Internationale Zusammenarbeit bedeutet, regionale Unterschiede nicht als Störung zu betrachten.”
Elena, Standortleiterin in Mailand


“Die wertvollsten Daten sind nicht die meisten, sondern die, denen alle Beteiligten vertrauen.”
Pieter, Datenanalyst in Rotterdam
Wenn Sie auf die kommenden zehn Jahre blicken: Was wird über den Erfolg der Max Muster GmbH entscheiden?
Ob wir lernen, schneller zu lernen. Technologien werden sich verändern. Handelsströme werden sich verschieben. Manche Annahmen, die heute vernünftig erscheinen, werden in fünf Jahren falsch sein.
Wir brauchen deshalb eine Organisation, die Fehler erkennt und daraus Konsequenzen zieht. Das klingt selbstverständlich, ist aber schwierig. In einem laufenden Logistikbetrieb bleibt wenig Zeit zum Innehalten. Jede Sendung muss weiter, jede Schicht hat konkrete Ziele.
Was ist Ihre persönliche Leitfrage dabei?
Nicht: Was können die großen Wettbewerber? Sondern: Was wollen wir besser können als andere?
Unsere Antwort lautet: komplexe Logistik verständlich und beherrschbar machen. Für unsere Kunden, aber auch für die Menschen, die jeden Tag damit arbeiten. Wenn uns das gelingt, können wir international bestehen, ohne unseren Charakter zu verlieren.

Hinweis: Alle Text- und Bild-Inhalte dieses Artikels sind KI-generiert. Sie dienen lediglich dazu, die Möglichlichkeiten von strytell zu demonstrieren. Wenn Sie gute Geschichten aus dem echten Leben erzählen wollen, wenden Sie sich an Die Magaziniker.



